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Ping-Checks (ICMP)

Ping-Checks (auch ICMP-Checks) prüfen, ob ein Server grundsätzlich im Netzwerk erreichbar ist – unabhängig davon, welche Dienste darauf laufen. Der einfachste Weg, die Server-Verfügbarkeit zu überwachen.

Was wird geprüft?

LIVCK sendet ein Ping-Signal an den Host und misst:

  • Erreichbarkeit -- Antwortet der Server?
  • Antwortzeit -- Wie schnell kommt die Antwort (Latenz)?
  • Paketverlust -- Gehen Pakete verloren?

Ein Ping-Check arbeitet auf Netzwerkebene. Ob die Anwendung darauf (Website, Datenbank) funktioniert, prüft er nicht.

Netzwerkebene vs. Anwendungsebene

Ein Ping-Check sagt: "Der Server ist an und reagiert im Netzwerk." Ob die Website läuft oder die Datenbank Verbindungen annimmt, sagt er nicht. Dafür brauchst du HTTP-Checks oder TCP-Checks.

Wann Ping-Checks nutzen?

Ideal, wenn du:

  • Die grundsätzliche Erreichbarkeit eines Servers überwachen willst
  • Die Netzwerkqualität prüfen möchtest (Latenz, Paketverlust)
  • Einen Server ohne Webserver oder anderen Dienst überwachst
  • Ein frühes Warnsignal brauchst – fällt der Ping aus, läuft auch nichts anderes

Typische Einsatzgebiete

EinsatzBeschreibung
Server-VerfügbarkeitPrüfe, ob ein physischer oder virtueller Server erreichbar ist
Netzwerk-MonitoringÜberwache Router, Switches oder Gateways
Infrastruktur-ChecksStelle sicher, dass kritische Infrastruktur-Server laufen
Latenz-ÜberwachungErkenne Netzwerk-Verschlechterungen frühzeitig

Konfiguration

Host / IP-Adresse

Die Server-Adresse als Domain oder IP-Adresse.

Beispiele:

  • server.example.com
  • 203.0.113.10
  • 2001:db8::1 (IPv6)

Firewalls können Pings blockieren

Manche Server oder Firewalls blockieren ICMP-Anfragen. Antwortet dein Server nicht auf Pings, obwohl er läuft, prüfe die Firewall – oder nutze einen TCP-Check auf einen bekannten offenen Port.

IP-Version & Smart Dual-Stack

Wie bei HTTP-Checks kannst du die IP-Version wählen (Auto, IPv4 oder IPv6). Mit aktivierter Smart Dual-Stack-Erkennung meldet LIVCK Beeinträchtigt, wenn der Host zwar IPv4 und IPv6 anbietet, aber nur eine Adressfamilie antwortet. Die Option greift nur bei IP-Version Auto.

Bedingungen

Für Ping-Checks gibt es vier Felder: Antwortzeit (durchschnittliche Ping-Dauer in ms), Paketverlust (in %), Max. Antwortzeit (max_rtt_ms, höchste gemessene Round-Trip-Zeit) und Empfangene Pakete (packets_received, Anzahl beantworteter Pings). Alle Operatoren und Beispiele unter Bedingungen.

Empfohlene Bedingungen

Eine bewährte Kombination: Paketverlust > 20 % → Beeinträchtigt, > 50 % → Offline, Antwortzeit > 500ms → Beeinträchtigt. So wirst du bei Netzwerk-Instabilität wie bei hoher Latenz gewarnt.

Standard-Verhalten

Ohne eigene Bedingungen gilt:

  • Ping-Antwort ohne Verlust = Online
  • Paketverlust über 0 % = Beeinträchtigt (automatische Standard-Bedingung)
  • Keine Antwort oder Timeout = Offline

Richtwerte für Antwortzeiten

Die Ping-Antwortzeit hängt stark von der Entfernung zwischen Monitoring-Standort und Server ab:

VerbindungErwartete Antwortzeit
Gleiche Region (z.B. Frankfurt → Deutschland)< 10ms
Europa (z.B. Frankfurt → Warschau)20--40ms
Transatlantik (z.B. Frankfurt → US-Ostküste)80--120ms
Problematisch> 200ms

Antwortzeiten sind relativ

Beobachte Veränderungen, nicht absolute Werte. Springt dein Server von 15ms auf 200ms, deutet das auf ein Problem hin – auch wenn 200ms anderswo normal wäre.

Typische Anwendungsfälle

Server-Verfügbarkeit prüfen

  • Host: server.example.com
  • Bedingung: Standard (keine eigene Bedingung nötig)

Netzwerkqualität überwachen

  • Host: 203.0.113.10
  • Bedingung 1: Paketverlust > 20 = Beeinträchtigt
  • Bedingung 2: Paketverlust > 50 = Offline
  • Bedingung 3: Antwortzeit > 500 = Beeinträchtigt

Verfügbarkeit

Ping-Checks sind in allen Plänen verfügbar – auch im Free-Plan.

Weiterführende Themen