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SSL-Zertifikat-Checks

SSL-Zertifikat-Checks überwachen Gültigkeit und Ablaufdatum deiner SSL-Zertifikate. So wirst du rechtzeitig gewarnt, bevor ein Zertifikat abläuft und deine Besucher Sicherheitswarnungen sehen.

Was wird geprüft?

LIVCK verbindet sich mit deinem Server und liest das SSL-Zertifikat aus:

  • Gültigkeit -- Ist das Zertifikat aktuell gültig?
  • Ablaufdatum -- Wann läuft es ab, wie viele Tage bleiben?
  • Aussteller (Issuer) -- Wer hat es ausgestellt? (z.B. Let's Encrypt, DigiCert)

Es wird kein Seiteninhalt abgerufen – nur die Zertifikatsinformationen.

SSL-Check vs. HTTP-Check mit SSL

Ein SSL-Check prüft das Zertifikat selbst (Ablauf, Aussteller, Gültigkeit). Ein HTTP-Check mit HTTPS prüft, ob die Website korrekt antwortet. Beides ergänzt sich.

Wann SSL-Checks nutzen?

Sinnvoll, wenn du:

  • Ablaufende Zertifikate früh erkennen willst, bevor Besucher Warnungen sehen
  • Die automatische Erneuerung (z.B. Let's Encrypt) überwachen willst
  • Nach Server-Umzug oder Anbieterwechsel das richtige Zertifikat prüfen willst
  • Mehrere Domains im Überblick behalten willst

Läuft ein Zertifikat ab, zeigen Browser eine Sicherheitswarnung – die meisten Besucher verlassen die Seite sofort. Für Shops und Login-Seiten wird das schnell teuer. SSL-Checks warnen dich rechtzeitig.

Konfiguration

Host (Domain)

Die Domain, deren SSL-Zertifikat geprüft wird.

Beispiele:

  • example.com
  • www.example.com
  • api.example.com
  • shop.example.com

Nur die Domain eingeben

Gib nur die Domain ein – ohne https://. LIVCK verbindet sich automatisch über Port 443 (HTTPS).

Prüfintervall

SSL-Zertifikate ändern sich selten (Let's Encrypt erneuert z.B. etwa alle 90 Tage). Deshalb laufen SSL-Checks in einem eigenen Intervall, unabhängig vom normalen Minimum deines Plans:

EinstellungWert
Standard6 Stunden
Minimum1 Stunde
Maximum7 Tage

Häufigere Prüfungen bringen bei Zertifikaten keinen Mehrwert und werden daher nicht zugelassen. Das gilt auch, wenn dein Plan sonst kürzere Intervalle erlaubt.

Bedingungen

SSL-Checks bieten mehrere Felder rund um das Zertifikat:

  • Tage bis Ablauf -- die wichtigste; warnt vor dem Ablaufdatum.
  • Aussteller (Issuer) -- z.B. um nach einem Anbieterwechsel das richtige Zertifikat sicherzustellen.
  • Zertifikatsinhaber (CN) -- der Common Name des Zertifikats.
  • Alternative Namen (SANs) -- die im Zertifikat hinterlegten Domains.
  • TLS-Version -- die ausgehandelte TLS-Version (z.B. veraltete Versionen als Beeinträchtigt markieren).
  • Cipher-Suite -- die ausgehandelte Verschlüsselungs-Suite.
  • Länge der Zertifikatskette -- Anzahl der Zertifikate in der Kette.

Alle Operatoren und Beispiele unter Bedingungen.

Empfohlene Bedingungen

Tage bis Ablauf < 14 → Beeinträchtigt (Frühwarnung), < 3 → Offline (dringend). So hast du genug Vorlauf zur Erneuerung -- und bemerkst sofort, wenn eine automatische Erneuerung (z.B. Let's Encrypt) fehlschlägt.

Standard-Verhalten

Ohne eigene Bedingungen gilt:

  • Gültig, mehr als 14 Tage Restlaufzeit = Online
  • Weniger als 14 Tage bis Ablauf = Beeinträchtigt (automatische Standard-Bedingung)
  • Abgelaufen, ungültig oder Verbindung nicht möglich = Offline

Praxis-Beispiele

Let's Encrypt überwachen

Stelle sicher, dass die automatische Erneuerung zuverlässig läuft:

  • Host: example.com
  • Bedingung 1: Tage bis Ablauf < 14 = Beeinträchtigt
  • Bedingung 2: Tage bis Ablauf < 3 = Offline
  • Bedingung 3: Aussteller enthält nicht "Let's Encrypt" = Offline

Let's Encrypt erneuert üblicherweise 30 Tage vor Ablauf. Findet bei einem 90-Tage-Zertifikat nach 60 Tagen keine Erneuerung statt, warnt dich die Bedingung "< 14 Tage".

Zertifikatswechsel nach Migration

  • Host: shop.example.com
  • Bedingung: Aussteller enthält nicht "DigiCert" = Offline

Wildcard-Zertifikat prüfen

Bei einem Wildcard-Zertifikat (z.B. *.example.com) erstelle separate SSL-Checks für jede wichtige Subdomain:

  • www.example.com
  • api.example.com
  • app.example.com

So ist das Zertifikat auf allen Subdomains korrekt eingebunden.

Selbstsignierte Zertifikate

Standardmäßig prüft LIVCK gegen öffentlich vertrauenswürdige Zertifikate -- ein selbstsigniertes Zertifikat gilt dann als ungültig und der Service als Offline. Hinterlegst du jedoch ein eigenes CA-Zertifikat (Custom CA), wird die zugehörige interne oder selbstsignierte Zertifikatskette als vertrauenswürdig behandelt und korrekt geprüft. Die CA verwaltest du zentral in deiner Organisation; sie steht bei SSL- und HTTP-Checks zur Verfügung.

Verfügbarkeit

SSL-Zertifikat-Checks sind in allen Plänen verfügbar – auch im Free-Plan.

Weiterführende Themen