LIVCK Cloud

Serverliste & Detailansicht

Alle Server mit installiertem Agenten findest du in der Seitenleiste unter ÜberwachungServer.

Die Serverliste

Die Seite heißt Server-Monitoring und zeigt alle Server deiner Organisation in einer Tabelle:

SpalteInhalt
NameDer Servername (beim Anmelden vergeben oder der Hostname)
StatusDer Zustand des Agenten als farbiges Badge -- siehe unten
SystemBetriebssystem und Architektur
DistributionDistribution und Version, mit Logo
VersionDie installierte Agent-Version
CPUAktuelle Prozessorauslastung als Balken
ArbeitsspeicherAktuelle Speicherbelegung als Balken
SpeicherBelegung der Festplatte
LastSystemlast (1 Minute)
LaufzeitWie lange der Server ohne Neustart läuft
Zuletzt gesehenWann der letzte Report eintraf
AktionenDetailansicht, Analyse, Bearbeiten, Löschen

Die Liste aktualisiert sich alle 15 Sekunden von selbst. Neu angemeldete Server erscheinen sofort.

Suchen und filtern

Das Suchfeld durchsucht Name, Hostname und Distribution. Zusätzlich kannst du nach Tags filtern -- entweder über den Tag-Filter neben dem Suchfeld oder indem du das Tag direkt in der Form schlüssel:wert eingibst, z.B. env:prod.

Mehrere Server auf einmal

Markiere Server über die Auswahlkästchen links, dann stehen drei Aktionen zur Verfügung:

  • Pausieren -- keine Alarme mehr, der Agent läuft aber weiter
  • Fortsetzen -- Überwachung wieder aufnehmen
  • Löschen -- Server samt Historie entfernen (Dialog "Server trennen")

Löschen entfernt auch die Historie

Metriken, Ereignisse und Verlauf werden mitgelöscht und lassen sich nicht wiederherstellen. Der Agent auf dem Server läuft danach weiter -- ihn entfernst du separat mit sudo livck-agent uninstall. Mehr unter Agent installieren.

Die Zustände eines Servers

ZustandBedeutung
Warte auf AgentDer Server ist angelegt, aber es kam noch kein Report an. Normal in den ersten Sekunden nach der Installation.
OnlineAlles in Ordnung -- der Agent meldet sich regelmäßig.
Wird neu gestartetDer Server hat sich sauber für einen Neustart abgemeldet. LIVCK wartet bis zu 10 Minuten auf seine Rückkehr und schlägt in dieser Zeit keinen Alarm.
Update läuftDer Agent installiert gerade eine neue Version. LIVCK wartet bis zu 15 Minuten und schlägt in dieser Zeit keinen Alarm.
OfflineEs kam kein Report innerhalb der erwarteten Zeit. Das ist ein echter Ausfall: Der Service wechselt auf Offline und LIVCK öffnet einen Incident.
GestopptDer Server wurde sauber heruntergefahren -- geplant, also kein Ausfall. Der Status wird grau, es entsteht kein Incident und die Zeit zählt nicht gegen deine Verfügbarkeit.
ArchiviertDer Server ist seit über 30 Tagen offline. LIVCK stellt das Alarmieren ein und schließt offene Ausfall-Fenster. Meldet er sich wieder, geht es nahtlos weiter.
DeinstalliertDer Agent wurde auf dem Server entfernt. Der Eintrag wird pausiert und bleibt mit seiner Historie erhalten. Eine erneute Installation weckt ihn wieder auf.

Geplant ist nicht gleich ausgefallen

Genau dafür gibt es die eigenen Zustände: Ein reboot meldet sich als Wird neu gestartet ab, ein poweroff als Gestoppt. Nur ein Server, der einfach aufhört zu senden, gilt als Offline -- und nur der löst einen Ausfall-Alarm aus.

Wann gilt ein Server als offline?

LIVCK erwartet den nächsten Report innerhalb des Report-Intervalls plus einer großzügigen Kulanzspanne. Bleibt er aus, wechselt der Server auf Offline:

Report-IntervallServer gilt als offline nach ca.
30 Sekunden1,5 Minuten
60 Sekunden2,5 Minuten
120 Sekunden5 Minuten

Die Kulanzspanne verhindert Fehlalarme durch einen einzelnen verzögerten Report. Ein kurzes Netzwerk-Hakeln reicht also nicht, um dich nachts zu wecken.

Zustand des Agenten vs. Status des Services

Beides existiert nebeneinander und beantwortet zwei verschiedene Fragen:

  • Der Zustand des Agenten (die Tabelle oben) sagt: Meldet sich der Server?
  • Der Service-Status -- Online, Beeinträchtigt, Offline -- sagt: Ist mit diesem Server alles in Ordnung?

Eine ausgelöste Alarm-Regel ändert den Service-Status auf Beeinträchtigt oder Offline, während der Agent selbst weiter fröhlich Online ist. Das ist gewollt: Ein Server mit 95 % CPU-Last ist erreichbar und trotzdem nicht gesund.

Die Detailansicht

Ein Klick auf den Servernamen öffnet die Detailseite.

Live-Metriken

Ganz oben laufen die Werte in Echtzeit -- der Agent streamt sie alle 2 Sekunden, solange die Seite geöffnet ist. Das Diagramm zeigt die letzten 60 Minuten.

Angezeigt werden CPU (mit der Aufschlüsselung nach us / sy / io / st), Arbeitsspeicher (mit Cache-Anteil), Systemlast (1 Min.), Netzwerk (mit Fehlerzähler) und Festplatte.

Wie die Live-Ansicht funktioniert

Sie startet automatisch, wenn du die Seite öffnest, und endet, wenn du sie verlässt. Beim allerersten Start kann es bis zu ein Report-Intervall dauern, bis der Datenstrom anläuft -- der Agent erfährt erst mit seiner nächsten Konfigurationsabfrage davon. Danach sind die Werte binnen Sekunden da.

Ursache des Status

Ist der Server nicht auf Online, erscheint unter dem Statusbadge die Karte Ursache des Status. Sie nennt die konkrete Regel, die ausgelöst hat, den aktuellen Messwert und seit wann er verletzt ist -- die schwerwiegendste zuerst. Damit siehst du direkt, warum der Server rot oder gelb ist.

Geräte

Darunter liegen vier Reiter:

ReiterInhalt
SpeicherBelegung je Einhängepunkt und Durchsatz je Laufwerk
GrafikGPU-Auslastung, Speicher, Temperatur und Leistungsaufnahme je Karte
SMARTGesundheitsstatus, Temperatur, Abnutzung, Reserve und Fehlerzähler je Laufwerk
ErreichbarkeitErgebnisse deiner Erreichbarkeits-Prüfungen

Liefert dein Host für einen Bereich keine Daten, ist der Reiter deaktiviert und nennt den Grund -- etwa „Keine unterstützte GPU erkannt" oder „smartctl ist auf diesem Server nicht installiert".

Aus einer Kachel direkt eine Regel machen

Jede Metrik-Kachel hat einen Alarm-Knopf. Ein Klick öffnet den Regel-Dialog mit der passenden Metrik und der richtigen Instanz -- kein Heraussuchen von Einhängepunkten oder Gerätenamen.

Host

In der rechten Spalte steht der Steckbrief: Betriebssystem, Kernel, Architektur, CPU, Arbeitsspeicher, Laufzeit, Agent-Version, Zuletzt gesehen und die bei der Anmeldung erfassten IP-Adressen. Hier erscheinen auch Hinweise wie Update verfügbar, Konfiguration ausstehend oder eine erkannte Zeitabweichung.

Meldet sich ein zweiter Host mit derselben Agent-Identität -- typischerweise nach dem Klonen einer VM --, weist die Karte darauf hin. Wie du das behebst, steht unter Fehlerbehebung.

Verlauf

Darunter listet der Verlauf die letzten Lifecycle-Ereignisse: Neustarts, Abschaltungen, OOM-Kills, Konfigurationswechsel. Über "Alle anzeigen" kommst du zur vollständigen Liste. Mehr dazu unter Ereignisse & Benachrichtigungen.

Analyse: der Langzeitblick

Über die Aktion Analyse in der Serverliste (oder von der Detailseite aus) öffnest du die Langzeitauswertung.

  • Zeitfenster: 1 Stunde, 6 Stunden, 24 Stunden, 7 Tage oder 30 Tage
  • Kennzahlen je Diagramm: Aktuell, Durchschnitt, p50, p95, p99 und Maximum
  • Gruppen: Prozessor & Last, Arbeitsspeicher, Festplatte, Netzwerk, GPU, SMART

Perzentile sind hier das eigentliche Werkzeug: Ein Durchschnitt von 40 % CPU sieht harmlos aus -- wenn p99 bei 98 % liegt, hakelt dein Dienst trotzdem regelmäßig.

In den Diagrammen kannst du mit gedrückter Maustaste einen Zeitbereich aufziehen, um hineinzuzoomen. Sind in einem Fenster nur wenige Messpunkte vorhanden, weist ein Hinweis darauf hin, dass die Perzentile grob sind.

Einstellungen je Server

Über Bearbeiten erreichst du die serverspezifischen Reiter:

ReiterInhalt
KonfigurationName und Report-Intervall
Alarm-RegelnSchwellwerte definieren
ErreichbarkeitPrüfziele festlegen
UpdatesAutomatische Updates und Wartungsfenster
AlertingWer bei einem Alarm benachrichtigt wird -- wie bei jedem anderen Service

Kein manuelles Pausieren auf der Detailseite

Bei einem Server gibt es nur zwei ehrliche Zustände: verbunden oder nicht. Zum Stummschalten nutzt du die Mehrfachauswahl in der Serverliste, zum endgültigen Trennen das Löschen.

Weiterführende Themen