Server auf der Statuspage zeigen
Ein überwachter Server lässt sich auf deiner Statuspage genauso veröffentlichen wie jeder andere Service -- entweder als Komponente mit Ampelstatus oder als Metrik mit echten Messwerten.
Standardmäßig ist nichts öffentlich
Solange du einen Server keiner Komponente und keiner Metrik zuordnest, sieht ihn niemand außerhalb deiner Organisation. Jede Veröffentlichung ist eine bewusste Einzelentscheidung.
Als Komponente
Ordne den Server einer Komponente zu wie jeden anderen Service. Deine Kunden sehen dann nur die Ampel, nicht die Messwerte dahinter:
| Zustand des Servers | Auf der Statuspage |
|---|---|
| Online | Betriebsbereit (grün) |
| Beeinträchtigt (durch eine Alarm-Regel) | Beeinträchtigt (gelb) |
| Offline oder Alarm-Regel „Ausfall" | Störung (rot) |
| Warte auf Agent | neutral, kein Ausfall |
| Gestoppt (planmäßig heruntergefahren) | neutral, kein Ausfall |
| Archiviert | neutral, kein Ausfall |
| Wird neu gestartet / Update läuft | Betriebsbereit (grün) -- LIVCK wartet auf die Rückkehr |
Ein sauber heruntergefahrener Server färbt deine Statuspage also nicht rot -- ein geplanter Neustart ist keine Störung.
Pausierte Server erscheinen als betriebsbereit
Pausierst du einen Server oder deinstallierst den Agenten, gilt für die Komponente das gleiche Verhalten wie für jeden anderen pausierten Service: Sie wird auf der öffentlichen Seite grün dargestellt. Wenn du das nicht möchtest, nimm die Komponente stattdessen vorübergehend von der Statuspage.
Als Metrik
Interessanter für technische Kunden: die tatsächlichen Messwerte als Diagramm.
- Öffne die Statuspage und gehe in die Einstellungen
- Wechsle zum Bereich Metriken und klicke auf "Metrik hinzufügen"
- Vergib einen Namen (z.B. „CPU-Auslastung Web-Cluster") und wähle die Anzeigeart
- Füge eine Datenreihe hinzu und wähle deinen Server -- Server stehen in der Auswahlliste ganz oben in der Gruppe Server
- Wähle den gewünschten Messwert; bei Festplatten, Netzwerkschnittstellen, GPUs und Laufwerken zusätzlich die konkrete Instanz
- Speichern
Mehrere Server lassen sich in einem Diagramm vergleichen -- jede Datenreihe bekommt Bezeichnung und Farbe.
Was sich veröffentlichen lässt
Für Statuspage-Diagramme stehen die Messwerte zur Verfügung, die sich sinnvoll als Kurve darstellen lassen: CPU, Arbeitsspeicher, Swap, Last, Ressourcen-Druck, Festplattenbelegung und -durchsatz, Netzwerkdurchsatz, GPU-Werte und SMART-Temperaturen.
Nicht auswählbar sind An/Aus-Werte (z.B. Erreichbarkeit, SMART-Gesundheit), reine Zähler und die internen Kennzahlen des Agenten -- als Kurve wären sie nichtssagend. Alarmieren kannst du auf sie natürlich trotzdem.
Empfohlene Auswahl
Für eine Kunden-Statuspage reichen meist vier Werte:
| Messwert | Anzeigeart | Warum |
|---|---|---|
| CPU-Auslastung gesamt | Liniendiagramm | Der verständlichste Kapazitätswert |
| Arbeitsspeicher-Belegung | Liniendiagramm | Zeigt Kapazitätsreserven |
| Systemlast (1 Min.) | Liniendiagramm | Ergänzt CPU um die Warteschlange |
| Festplattenbelegung | Liniendiagramm | Der klassische Ausfallgrund |
Erst überlegen, dann veröffentlichen
Server-Metriken verraten mehr über deine Infrastruktur als ein Ampelstatus: Einhängepunkte, Gerätenamen und Kapazitätsgrenzen. Für eine öffentliche Statuspage sind CPU und Arbeitsspeicher in Prozent meist genug. Braucht nur ein bestimmter Kundenkreis die Details, arbeite mit Zugriffsschutz.
Zeitraum und Auflösung
Der angezeigte Zeitraum ist durch die Datenaufbewahrung deines Plans begrenzt: 30 Tage (Free), 90 Tage (Solo), 180 Tage (Team), 365 Tage (Business). Ältere Zeiträume verdichtet LIVCK automatisch zu Stunden- und Tageswerten, damit die Diagramme flüssig bleiben.
Weiterführende Themen
- Statuspage-Metriken -- alles zum Metriken-Bereich
- Komponenten verwalten -- Server einer Komponente zuordnen
- Layout-Builder -- wo der Metriken-Bereich erscheint
- Zugriffsschutz -- Statuspage nicht öffentlich machen
- Was gemessen wird -- alle Messwerte im Überblick